Bürgermobil

Die Idee des Bürgermobils resultierte aus den Erfahrungen meiner mobilen Bürgersprechstunde in den Jahren 2004 bis 2006. Auf den Marktplätzen vor Ort in Lychen, Templin und Boitzenburg, sowie Gransee, Zehdenick und Fürstenberg/ Havel wurde das Gespräch sehr gern gesucht. Die Hemmschwelle an meine Mitarbeiter und mich heran zu treten war auf der Straße offensichtlich deutlich niedriger, als den Fuß in ein offizielles Bürgerbüro zu setzen. Deswegen habe ich im Sommer 2007 das stationäre Büro in Zehdenick geschlossen und war mit meinem Team ab da an ausschließlich mobil in der Region unterwegs. Damit war unsere Region die erste im Land, die von einem Wahlkreisabgeordneten ausschließlich mobil betreut wurde.

SAMSUNGIn den vergangenen Jahren wurde dieser Ansatz zunehmend auch von Kolleginnen und Kollegen meiner, aber auch anderer Fraktionen aufgenommen. Zum Ende der 5. Wahlperiode des Landtag Brandenburg waren rund 10 Mobile der Fraktionen im Land unterwegs. Wie ich machten auch die Kolleginnen und Kollegen die Erfahrung, dass mit den Sprechstunden nah an den Menschen eine höhere Anzahl an Gesprächen ermöglicht wurde. Politik wird dadurch präsenter, Probleme können schneller angesprochen und im besten Fall auch zügiger geklärt werden. Die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme für die Bürgerinnen und Bürger hatte sich dadurch erleichtert. Sie brauchten sich nicht mehr auf den Weg zu einem Büro machen, sondern konnten ihre Probleme, Bedürfnisse und Fragen auf dem Markt direkt besprechen.

Wöchentlich waren wir mit dem Bürgermobil in allen größeren Orten im Norden Oberhavels und im Westen der Uckermark präsent. In unregelmäßigerem Abstand wurden auch alle kleineren Orte im Wahlkreis angesteuert. Damit wurden auch die Personen in die Lage versetzt zu mir und der Partei Kontakt zu halten, die nicht die Möglichkeit hatten zu den festen Zeiten beispielsweise nach Templin oder Gransee zu kommen.
Die Auswertung unserer Sprechstundenstatistik zeigt, dass  insgesamt 1744 Bürgerinnen und Bürger dieses Angebot angenommen haben. Die Menschen kamen dabei mit den unterschiedlichsten Problemen und Fragestellungen ans Bürgermobil. Oft ging es dabei um kommunale Angelegenheiten, wie den Straßenausbau, den Denkmalschutz oder Beleuchtungsfragen. Aber auch persönliche Betroffenheit bei Rentenfragen, Arbeitslosengeld II oder Schülerbeförderungsbeiträge wurden in den Sprechstunden zur Sprache gebracht. Ebenso nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit einfach mal mit mir ins Gespräch zu kommen und um Lob bzw. Kritik an meiner Arbeit anzubringen.

Besucherzahlen*:

Boitzenburg 152
Fürstenberg 232
Gransee 239
Lychen 250
Templin 313
Zehdenick 239
andere Orte 319

* Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum 31.07.2007 bis 22.08.2014

Bürgermobil in Gransee

Bürgermobil in Gransee

Seit dem 22. August 2014 ist das Angebot der mobilen Bürgersprechstunden eingestellt. Für die folgende Wahl bewarb sich Torsten Krause nicht erneut um ein Mandat im Landtag Brandenburg.