Aktionstag für Kinderrechte in Potsdam

Am 20. November 1989 wurde durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York die Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Zum 26. Jahrestag des Ereignisses veranstaltete UNICEF einen Aktionstag Kinderrechte, an dem sich auch die ehrenamtliche Arbeitsgruppe von UNICEF in Potsdam beteiligte. An der Karl-Förster-Grundschule in Potsdam-Bornstedt besuchten Norbert Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages für DIE LINKE. und Torsten Krause, AG UNICEF. Potsdam vier Klassen der fünften Jahrgangsstufe, um mit den Kindern über ihre Rechte ins Gespräch zu kommen. Die Kinder hatten sich in den Unterrichtsstunden zuvor bereits auf den Besuch eingestellt und mit dem Thema auseinandergesetzt. Zur Vorbereitung der Aktion hatte UNICEF den Schulen kostenlos Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. So konnten die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld herausfinden, welche Kinderrechte für sie wichtig sind, wo sie verletzt werden und wo sie Handlungsbedarf sehen. Einige hatten sich auch mit ihren Eltern zuhause auf den Aktionstag vorbereitet. Insgesamt warteten die Schüler_innen mit einer ganzen Reihe von Fragen bspw. zur Armut, der Trennung von Eltern oder ihrem Recht auf Freizeit auf. Besonders viel Raum nahm in den Gesprächen die Situation von Kindern auf der Flucht ein. Die Schüler_innen zeigten sich sehr interessiert daran, warum Menschen zu uns kommen, ob diese Kinder auch zur Schule gehen dürfen und wie man ihnen helfen kann. „Es ist beeindruckend, wie empathisch die Kinder diese Situation annehmen und es macht Mut, wie schnell die Schüler_innen davon ausgehend Fragen aufwerfen, wie den Kindern geholfen werden kann und eigene Lösungsvorschläge in die Diskussion einbringen.“ so Torsten Krause nach dem Gespräch mit den Schüler_innen.

Schüler_innen der Karl-Förster-Grundschule mit Torsten Krause

Schüler_innen der Karl-Förster-Grundschule und Torsten Krause, UNICEF AG Potsdam

Zum Aktionstag Kinderrechte am 20. November besuchten bundesweit mehr als 100 Bundestagsabgeordnete deutsche Schulen, um mit Kindern über ihre Rechte ins Gespräch zu kommen. Bereits zum sechsten Mal haben UNICEF Deutschland und der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung bundesweit Schulen zum Mitmachen aufgerufen. Insgesamt haben in diesem Jahr rund 300 Grund- und weiterführenden Schulen bundesweit an der Aktion teilgenommen. „Die Rechte von Kindern werden leider immer noch häufig übersehen – auch bei politischen Debatten und Entscheidungsprozessen“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Umso mehr sind wir dankbar, dass in diesem Jahr so viele Politiker die Bereitschaft zeigen, sich vor Ort mit Kindern und ihren Rechten zu beschäftigen und so auch ein Stück Distanz zwischen der großen Politik und den jüngsten Bürgern abzubauen.“ (UNICEF. Deutschland zum Aktionstag/ Torsten Krause)